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Bestmögliche Therapien bei bösartigen Hirntumoren

Das Medulloblastom (MB) ist ein bösartiger Hirntumor, der im Kleinhirn entsteht. Über die Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit kann es zudem zu Metastasen im gesamten Zentralnervensystem kommen. Patientinnen und Patienten werden aufgrund des Tumortyps, der Tumorbiologie, dem Vorliegen von Metastasen sowie dem Alter zum Zeitpunkt der Diagnose in verschiedene Risikogruppen eingeteilt. Entsprechend dieser Einteilung erhalten sie unterschiedliche Therapien.

Patientinnen und Patienten mit einer Hochrisikoerkrankung haben ein höheres Rückfallrisiko. Die Verbesserung ihrer Behandlung ist aus diesem Grund besonders wichtig. Die Behandlung ist intensiv und beinhaltet neben einer Tumoroperation auch Strahlen- und Chemotherapie. Noch ist unklar, welche Art der Strahlentherapie und welche Chemotherapie-Medikamente und –Intensitäten die besten Heilungschancen und die höchste Schonung vor Langzeitnebenwirkungen (wie z.B. intellektuelle Einschränkungen) bieten.

Das Ziel der internationalen Studie mit dem Namen «SIOP-HRMB» ist es, die Patientinnen und Patienten per Zufallsprinzip mit einer der verschiedenen Therapieoptionen zu behandeln.  Diese lassen sich dann in einigen Jahren bezüglich ihrer Wirksamkeit und Langzeitnebenwirkungen miteinander vergleichen, um die bestmögliche Therapie zu definieren. Auf diese Weise können zukünftige Patientinnen und Patienten mit einem Hochrisiko-Medulloblastomen von diesen Erkenntnissen profitieren.

In der Schweiz leitet PD Dr. med. Nicolas Gerber die Studie. Er ist Oberarzt am Universitäts-Kinderspital in Zürich und betreut mehrere SPOG-Studien. Verantwortlich für die internationale Durchführung der Studie ist die Universität Birmingham in Grossbritannien.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

 

 

Bildlegende: Dr. med. Nicolas Gerber, Oberarzt am Universitäts-Kinderspital Zürich und Leiter der Studie SIOP-HRMB in der Schweiz.