Survivors-Symposium in Wien: „Spätfolgen – was nun?“

22. November 2018

«Spätfolgen sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel»; so prägnant und kurz dieser Satz auch ist, geprägt hat er sowohl das diesjährige Symposium der Kinder-Krebs-Hilfe-Österreich, wie auch die Leben fast aller, die daran teilnahmen.

Und doch hat die Geschichte der Kinderonkologie in den letzten gut 50 Jahren immense Fortschritte gemacht. Ein Anlass zur Freude, dass die Survivors, die nach uns diesen Weg gehen, ihn geebneter vorfinden.

Die Wissenschaftler Im Labor verstehen immer mehr die Zusammenhänge zwischen genetischen Voraussetzungen und möglichen Spätfolgen der Patienten. Neben dem Wissen um die potentiell möglichen Spätfolgen, meinte Dr. Leo Kager vom St. Anna Kinderspital in Wien, sei auch der individuelle Umgang mit diesen entscheidend.

Denn so individuell der Mensch auch funktioniert, so unterschiedlich können auch die Folgen des Krebses sein; egal ob dieser nur durch seine Existenz im Körper Raum fordere, er chemisch oder mechanisch bekämpft wurde. «Es entsteht der Eindruck, als befände man sich ein Leben lang irgendwo im Prozess einer Anpassungsleistung – sozial, physisch oder psychisch», meinte Kager. Geheilt heisst eben noch lange nicht gesund.

Heute sind mehr als drei Viertel der ehemaligen Patienten Survivors – auch wenn noch ein langer Weg vor uns liegt, ist dies ein Beweis, dass schon Vieles geschafft ist. Nachsorge ist eben auch Vorsorge.

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