Beratung und Information

Anlaufstelle für Survivors

Fachstelleninhaberin Zuzana (2. von links) im Austausch mit Survivors
Fachstelleninhaberin Zuzana (2. von links) im Austausch mit Survivors

Das Ziel dieser Stelle ist, die Anliegen der Survivors zu sammeln und im Verband sowie nach aussen zu vertreten bzw. ihnen eine Stimme zu geben. Ein weiteres Ziel ist, die Lebensqualität zu verbessern, z.B. durch den aktiven Einbezug der Survivors in die Nachsorgethematik. Die Stelle wurde 2016 geplant und konnte dank der Unterstützungen von Stiftungen im 2017 besetzt werden. Kinderkrebs Schweiz setzt mit dieser Projektstelle ein Zeichen und sieht die Survivors als Partnern bei der Mitgestaltung der Angebote und der Strategie des Verbandes.

Als Grundlage dient ein Mehrjahresplan, der Anfang 2018 vorliegen soll. Teil davon ist der Aufbau einer Survivors-Community, die für die Thematik und Relevanz der Nachsorge sensibilisiert werden soll. Durch gezielte Aktivitäten soll jede Survivorin und jeder Survivor die für sie / ihn nötige Unterstützung bekommen. Damit soll auch das Empowerment, die Stärkung des Selbstvertrauens, gleichermassen gefördert werden. Mit themenbezogenen Informationsveranstaltungen kann wichtiges und vertrauensbildendes Wissen an die Community gelangen. Das Verständnis, die Selbstverantwortung für die eigene Gesundheit und die Mitsprache in den relevanten Themen zu übernehmen, muss zuerst akzeptiert werden und langsam wachsen.

Die Survivors sollen nicht den Eindruck haben, dass sie mit ihren Problemen alleine stehen. Obwohl sich die Fachstelle als Serviceleistung und Drehscheibe für die Survivors bei medizinischen und weiteren Anliegen sieht, unterstützt diese auch die Selbsthilfe-Angebote bzw. deren Mitgestaltung durch aktiven Austausch und  Kooperation mit aktiven Survivors. Inputs sollen dann im interdisziplinären Kontext, innerhalb des Dachverbandes, sowie weiter in der breiten Öffentlichkeit vertreten werden. Die Komplexität der Nachsorge und deren Umsetzung kann weder regional noch von einzelnen Mitgliedsorganisationen getragen werden. Ein reger Austausch innerhalb der internationalen Community ist bereichernd und erleichtert teilweise die Pionierarbeit in diesem Gebiet.

Durch die Mitgestaltung, Lancierung und Evaluierung verschiedener Angebote zusammen mit den Survivorsvertretern sowie durch die enge Zusammenarbeit mit den Fachspezialisten soll diese Projektstelle den Zugang zur bestmöglichen Nachsorge für die ehemalige Kinderkrebspatienten in der Schweiz vereinfachen.  

Die Fachstelle wurde im September 2017 mit Zuzana Tomášiková besetzt, die bereits Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den Survivors sowie Mitgestaltung der Nachsorgethematik in Österreich und international gesammelt hat. Sie freut sich, Survivors persönlich kennenzulernen und bei den verschiedenen Survivorsprojekten mitanzupacken!