Aktuelle Forschung

6. February 2019

Das Forschungsprojekt «BioLink» vernetzt das Kinderkrebsregister zukünftig mit Biobanken

Das Schweizer Kinderkrebsregister am Institut für Sozial- und Präventivmedizin (ISPM) in Bern untersucht schon seit 1976 die Risikofaktoren für Kinderkrebs, das Auftreten von Spätfolgen und das Überleben von Kindern mit Krebs. Heute haben Kinder sehr gute Chancen, eine Krebserkrankung zu überleben.

Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass die intensive Therapie zu Spätfolgen führen oder das Auftreten einer zweiten Krebserkrankung begünstigen kann. Wir verstehen nur ungenügend, warum manche Menschen Spätfolgen entwickeln und andere nicht. Darum möchten wir diese individuellen Unterschiede bei den betroffenen Kindern und ihrer jeweiligen Tumorerkrankung vertieft erforschen.

Das Kinderkrebsregister hat zusammen mit den Kinderkliniken Zürich und Genf beim Schweizerischen Nationalfonds SNF ein grosses Forschungsgesuch im Rahmen des Programmes «BioLink» eingereicht. Wir freuen uns sehr darüber, dass der SNF unser Projekt bewilligt hat. 

Mit dem Projekt «The Swiss Pediatric Hematology/Oncology Metabank» werden wir die Daten des Kinderkrebsregisters mit Daten aus verschiedenen Biobanken vernetzen. Dadurch können wir die Informationen dieser Biobanken zu Tumoren und Erbanlangen der Erkrankten mit unseren klinischen Angaben verbinden und die Zusammenhänge vertieft erforschen.

Der kombinierte Datensatz erlaubt es uns, die Eigenheiten jeder einzelnen Person besser zu verstehen. Das Ziel der Forschung ist, die Behandlung und Nachsorge besser auf die Veranlagung und Bedürfnisse jedes Patienten und jeder Patientin anpassen zu können. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur individuellen oder personalisierten Medizin im Bereich Kinderkrebs.

Weitere Informationen:
Nicolas Waespe, Email: nicolas.waespe@ispm.unibe.ch

back

Youtube